Künstlerische Leitung

Barbara Rucha

studierte Dirigieren an den Hochschulen in London, St. Petersburg und Dresden sowie Musikethnologie an den Universitäten von Paris-Sorbonne, Cambridge und Berlin. Sie war Preisträgerin der Akademie Musiktheater heute und des Bayerischen Musikfonds und promovierte zum Thema „Weltmusikfestivals – Begegnung mit dem Fremden auf Eigene Weise“ als Stipendiatin des Cusanuswerks.
Gastengagements als Dirigentin führten sie u.a. zum Konzerthausorchester Berlin, zu den Blechbläsern der Berliner Philharmoniker, zum Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt/Oder, zu den Jenaer Philharmonikern, zum Arthur Rubinstein Orchester Lodz und zu den Hofer Symphonikern.
Opernproduktionen leitete sie bei den Händelfestspielen Halle, an der National University of Australia und am Theater Freiburg. Eigene Kompositionen und Werkbearbeitungen dirigierte sie am Theater Würzburg, an der Neuköllner Oper Berlin und im Sächsischen Landtag in Dresden.
Von 2007-2016 unterrichtete sie als Assistentin und später als Professorin für Dirigieren an den Hochschulen für Musik Leipzig und Hamburg. 2016 veröffentlichte sie ihr Lehrbuch „Crashkurs Dirigieren“ beim Schott Verlag.
Im Jahr 2019 dirigierte sie „Momo“ zur Eröffnung des Arena Festivals der Jenaer Philharmoniker, ein selbst arrangiertes Live-Musikhörspiel mit dem Schauspieler Thomas Thieme mit Werken von Schostakowitsch, Schnittke, Adams und vielen anderen.
Ebenfalls 2019 wurde sie als Professorin für Dirigieren an die Hochschule für Musik Köln-Wuppertal berufen.

Seit 2017 hat Barbara Rucha zwei Stadtteilopern mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und der Gesamtschule Bremen Ost geleitet und hat in dieser Zeit wesentlich zum Aufbau des Future Lab Tunesia beigetragen und dort auch die erste Stadtteiloper mit gestaltet. Ebenfalls seit 2017 leitet sie die Academy of Music Leipzig, eine gemeinnützige private Musikschule mit über 45 Pädagogen an 12 Standorten in Leipzig, die sich auch für Instrumentalunterricht an Schulen einsetzt.

Barbara Rucha ist Mutter von fünf Kindern im Alter von 9 bis 16 Jahren und hat seit vielen Jahren ihren Familienmittelpunkt und ihre Wahlheimat in der wunderschönen, wachsenden Musik- und Handelsstadt Leipzig. In ehrenamtlicher Arbeit initiierte sie 2017 Pulse of Europe Leipzig und sie ist Gründungsmitglied und Co-Organisatorin des Aufruf 2019.

Auch deshalb freut sie sich besonders, nun in Leipzig die erste Stadtteiloper musikalisch zu leiten.

Regie

Alexander Radulescu

ist Theater- und Fernsehregisseur.
Seine Theaterinszenierungen sowie seine Musikfilme haben ihn im In- und Ausland bekannt gemacht. Engagements führten in unter anderem nach Augsburg, Bremen, Bukarest und Hamburg. Unter seinen Inszenierungen finden sich sowohl klassische Opernproduktionen, wie zum Beispiel die hochgelobte Produktion von Le Nozze di Figaro an der Staatsoper Bukarest, als auch unkonventionelle Inszenierungen, wie Scheherazades Träume in Bremen oder die Produktion Schaf an der Hamburgischen Staatsoper.

Als Theaterregisseur widmet sich Alexander Radulescu auch verstärkt der Arbeit mit Jugendlichen. So verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit mit dem kulturforum21, für welches er gemeinsam mit Hamburger Schulen viele Theaterproduktionen entwickelt hat. So zum Beispiel das Projekt Israel in Egypt oder den außergewöhnlichen Tanztheaterabend bewegt!, bei welchem gemeinsam mit John Neumeiers Bundesjugendballett über 350 Hamburger Schülerinnen und Schüler auf der großen Bühne von Kampnagel standen. Auch bei den regelmäßigen Produktionen mit der Deutschen Kammerphilharmonie und der GSO Bremen steht die gemeinsame Arbeit mit internationalen Profis und Schülerinnen und Schülern im Mittelpunkt.

Als Film-Regisseur arbeitet Alexander Radulescu vor allem im Bereich Musik-, Theater- und Tanzfilm. Viele Filme für arte, den NDR, SWR und weitere Sender, sowie DVD-Produktionen sind seitdem entstanden.

Nach dem Violinstudium in Düsseldorf studierte Alexander Radulescu an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg Musiktheater-Regie und war Stipendiat der Deutschen-Bank-Stiftung Akademie Musiktheater heute. Seine Diplom-Inszenierung mozart – ein singspiel wurde von der Deutschen Bank mit dem Förderpreis ausgezeichnet.

Libretto

Hannah Zufall

ist Autorin und schreibt für Theater, Film und Opernprojekte. Das Besondere an der engen Zusammenarbeit mit jungen Menschen im Rahmen der Stadtteiloper ist für sie der gemeinsame Schreibprozess – das Libretto wird nicht nur extra für die Kinder und Jugendlichen geschrieben, sondern auch mit ihnen. Hier verbinden sich die Ausdrucksweisen, Perspektiven und Fragen vieler junger Köpfe zu einem künstlerischen Stück.

www.hannah-zufall.de

Tanz und Choreografie

Meylem Gonzalez-Kaltofen

ist ausgebildete und durch zahlreiche Preise ausgezeichnete Balletttänzerin und -lehrerin, u.a. mit Engagements als Solistin beim Ballett in Camagüey (Kuba), Nationalballet Mexiko, Düsseldorf und Leipzig. Ihr Können gibt sie mit unbeschreiblicher Freude, Geduld und großem Charme weiter. Tanz ist ihr Leben.

Geboren in Camagüey / Kuba. Erste Tanzausbildung an der Schule für schöne Künste in Camagüey. Ab 1989 Studium an der „Escuela Profesional des Ballet y Artes Plasticas de Camagüey“, Abschluss 1993 als Lehrerin für Ballett-Tanz/Ballerina. Im Rahmen des Studiums umfassende Ausbildung in klassischer Tanz, moderner Tanz, Charakter, Folklore, Afrokubanischer Tanz, Son, Salsa, Merenque, Mambo, ChaChaCha, Popular Tanz. Teilnahme an verschiedenen Festivals in Kuba, 1987 und 1990 erster Platz beim Ballettfestival der Provinz Camagüey, 1990 außerdem 1. Preis für die beste weibliche Teilnehmerin sowie im Paartanz. 1990 erster Platz beim nationalen kubanischen Ballettfestival in Havanna und beim 4. Wettbewerb der „Vereinigung der Schriftsteller und Artisten Kubas“ (UNEACL). Als 16-jährige Einladung als Gastsolistin des Balletts von Camagüey für eine Tournee durch Brasilien und Uruguay. 1992-96 Erste Solistin des Balletts von Camagüey. Ab 1997 Ensemblemitglied des Nationalballetts von Mexiko, Teilnahme an nationalen und internationalen Galas und Festivals, z.B. in Frankreich, Mexiko, Brasilien, Uruguay, Spanien und Deutschland. 2000 Wechsel an das Anhaltische Theater Dessau, dort tragende Rollen in einer Vielzahl an Balletten. 2002-05 Solistin am Leipziger Ballett unter der Direktion von Uwe Scholz, anschließend mit Youri Vamos an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Sie arbeitete mit einer Vielzahl von Choerografen und Maestros u.a. Fernando Alonso, Uwe Scholz, Yuri Vamos, Mats Ek, Lazaro Martinez, Gonzalo Galguera, Jorge Lefebre, Jaime Camarena und tanzte alle Ballettausführungen des laufenden Repertoire von Gruppen- bis Hauptrollen.

Ab Sommer 2008 ist sie freischaffend als Ballettlehrerin für Kinder und Erwachsene sowie als Lehrerin für Salsa Cubana in Leipzig tätig, ab 2016 in der eigenen Tanzschule „Baileo – Tanzpassion Leipzig“ im Zentrum der Stadt.

Schauspiel

Jan Krawczyk

wurde in Magdeburg geboren, ist bis zum Abitur an der „EOS Gebrüder Humboldt“ dort auch aufgewachsen und studierte anschließend bis zum Diplomschauspieler an der „Hochschule für
Schauspielkunst Ernst Busch“ in Rostock.
Diverse Film- und Fernsehproduktionen bei der DEFA, für das ZDF, SAT.1 und KIKA sowie Theater Gastverträge für Opern, Musicals und Schauspiele ließen ihm den gesamten deutschsprachigen Raum mit Stationen in Berlin, Wien, Zürich, Hamburg, Mannheim, Frankfurt, Köln, Dresden, Schwerin, Rostock, Magdeburg, Chemnitz, Erfurt zur Heimat werden, Festengagements banden ihn an das Marburger Schauspiel, die Staatstheater Meiningen, Karlsruhe und Cottbus über längere Zeiträume.
Währenddessen realisierte er seiner zweiten Liebe folgend immer wieder auch theaterpädagogische Projekte, zB. „schiller_gefangen_endlich.sm“ mit Gefangenen der JVA Untermaßfeld auch div. Projekte der Theaterjugendclubs der Staatstheater Meiningen und Cottbus entstanden unter seiner Leitung bevor er mit der Entwicklung der Schultheaterprojekte „GrenzeN“ und „DemokraTier“ am Chemnitzer Schulmodell seine Berufung zur Arbeit mit Kindern endgültig sein Hauptaugenmerk widmete.

Er lebt seit drei Jahren mit seiner Frau und dreien seiner vier Kinder in Chemnitz, wo er als Synchronsprecher im eigenen Studio seinen Lebensunterhalt erwirtschaftet, in dem er auch Hörbücher und -spiele sowohl spricht als auch produziert.

„Die unverfälscht lustvolle, direkte Kreativität der Kinder und Jugendlichen einerseits und der lebensnahe Gewinn für sie selbst bei der schauspielerischen Auseinandersetzung auf der anderen Seite empfinde ich hierbei gleichzeitig als unerschöpfliche Quelle und unbezahlbaren Lohn meiner Arbeit.“